Geſetz über die Ablöſung öffentlicher Anleihen.
Vom 16. Juli 1925.

(RGBl. I, Nr. 32 vom 17. Juli 1925, S. 137)

― Auszug ―

Der Reichstag hat das folgende Geſetz beſchloſſen, das mit Zuſtimmung des Reichsrats hiermit verkündet wird:

Erſter Teil

Die Ablöſung der Markanleihen des Reichs

Erſter Abſchnitt

Die Anleiheablöſungsſchuld des Deutſchen Reichs

§ 1

(2) Anſprüche aus Markanleihen des Reichs beſtehen nur nach Maßgabe dieſes Geſetes.

§ 2

Markanleihen des Reichs im Sinne dieſes Geſetzes ſind:

  1. die auf Mark lautenden Schuldverſchreibungen, Buchſchulden und Schatzanweiſungen des Deutſchen Reichs;
§ 3

Ausgeſchloſſen von dem Umtauſch ſind:

  1. die Reichskaſſenſcheine (Geſetze vom 30. April 1874 ― Reichsgeſetzbl. S. 40 ―, vom 3. Juli 1913 ― Reichsgeſetzbl. S. 521 ― und vom 22. März 1915 ― Reichsgeſetzbl. S. 179 ―);
  2. die Darlehnskaſſenſcheine (Geſetz vom 4. Auguſt 1914 ― Reichsgeſetzbl. S. 340 ― und Verordnung des Oberbefehlshabers Oſt vom 16. Januar 1918 ― Befehls- und Verordnungsblatt des Oberbefehlshabers Oſt S. 721 ―).

Aus diesen Schuldurkunden können Anſprüche nicht hergeleitet werden.

Dritter Teil

Schluß- und Strafvorſchriften

§ 58

Dieſes Geſetz tritt gleichzeitig mit dem Aufwertungsgeſetz vom 16. Juli 1925 in Kraft.

Genanntes Gesetz ist rückwirkend zum 15. Juli 1925 in Kraft getreten.

Berlin, den 16. Juli 1925

Der Reichspräſident
von Hindenburg

Der Reichsminiſter der Finanzen
v. Schlieben