Verordnung zur Einführung des Münzgeſetzes im Reichsgau Sudetenland

Vom 19. Januar 1940

(RGBl. I, Nr. 19 vom 27. Januar 1940, S. 228)

Auf Grund des Erlaſſes des Führers und Reichskanzlers über die Verwaltung der ſudetendeutſchen Gebiete vom 1. Oktober 1938 (Reichsgeſetzbl. I S. 1331) wird hierdurch folgendes verordnet:

§ 1

Im Reichsgau Sudetenland gilt das Münzgeſetz vom 30. Auguſt 1924 (Reichsgeſetzbl. II S. 254) in der zurzeit im übrigen Reichsgebiet geltenden Faſſung.

§ 2

Die von der Deutſchen Rentenbank ausgegebenen und nach Maßgabe des Geſetzes über die Liquidierung des Umlaufs an Rentenbankſcheinen vom 30. Auguſt 1924 (Reichsgeſetzbl. II S. 252) in der Faſſung der Verordnung des Reichspräſidenten zur Sicherung von Wirtſchaft und Finanzen, Sechſter Teil, Kapitel III, vom 1. Dezember 1930 (Reichsgeſetzbl. I S. 517, 592), des Geſetzes über die Verwendung des Anteils des Reichs am Reingewinn der Reichsbank vom 7. März 1934 (Reichsgeſetzbl. I S. 177) und der Verordnung über die Änderung des Geſetzes über die Liquidierung des Umlaufs an Rentenbankſcheinen und des Geſetzes über die Deutſche Reichsbank vom 4. September 1939 (Reichsgeſetzbl. I S. 1694) in Umlauf befindlichen Rentenbankſcheine ſind auch im Reichsgau Sudetenland geſetzlich zugelaſſene Zahlungsmittel.

§ 3

Der Reichsminiſter der Finanzen wird eine Zuſammenſtellung der gemäß §§ 1 und 2 gültigen Rechtsvorſchriften bekanntgeben.

§ 4

Dieſe Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft.

Berlin, 23. Januar 1938.

Der Reichsminiſter der Finanzen
Graf Schwerin von Krosigk

Der Reichsminiſter des Innern
In Vertretung
Dr. Stuckart

Der Reichswirtſchaftsminiſter
Walther Funk