Verordnung zur Einführung des Münzgeſetzes in den eingegliederten Oſtgebieten

Vom 17. Mai 1941

(RGBl. I, Nr. 56 vom 21. Mai 1941, S. 284)

Auf Grund des § 8 des Erlaſſes des Führers und Reichskanzlers über Gliederung und Verwaltung der Oſtgebiete vom 8. Oktober 1939 (Reichsgeſetzbl. I S. 2042) wird verordnet:

§ 1

In den eingegliederten Oſtgebieten gilt das Münzgeſetz vom 30. Auguſt 1924 (Reichsgeſetzbl. II S. 254) in der zur Zeit im übrigen Reichsgebiet geltenden Faſſung.

§ 2

Die von der Deutſchen Rentenbank ausgegebenen und nach Maßgabe des Geſetzes über die Liquidierung des Umlaufs an Rentenbankſcheinen vom 30. Auguſt 1924 (Reichsgeſetzbl. II S. 252) in der Faſſung der Verordnung des Reichspräſidenten zur Sicherung von Wirtſchaft und Finanzen, Sechſter Teil, Kapitel III, vom 1. Dezember 1930 (Reichsgeſetzbl. I S. 517, 592), des Geſetzes über die Verwendung des Anteils des Reichs am Reingewinn der Reichsbank vom 7. März 1934 (Reichsgeſetzbl. I S. 177) und der Verordnung über die Änderung des Geſetzes über die Liquidierung des Umlaufs an Rentenbankſcheinen und des Geſetzes über die Deutſche Reichsbank vom 4. September 1939 (Reichsgeſetzbl. I S. 1694) in Umlauf befindlichen Rentenbankſcheine ſind auch in den eingegliederen Oſtgebieten geſetzlich zugelaſſene Zahlungsmittel.

§ 3

Dieſe Verordnung tritt am ſiebenten Tag nach ihrer Verkündung in Kraft.

Berlin, 17. Mai 1941

Der Reichsminiſter der Finanzen
Graf Schwerin von Krosigk

Der Reichsminiſter des Innern
In Vertretung
Pfundtner

Der Reichswirtſchaftsminiſter
In Vertretung
Dr. Landfried