Gesetz

zur Übernahme des Gesetzes zur Einführung von Bundesrecht im Saarland.

Vom 11. September 1959.

(GVBl., Nr. 48 vom 25. September 1959, S. 1133

― Auszug ―

Das Abgeordnetenhaus hat das folgende Gesetz beschlossen:

Artikel I

Das Gesetz zur Einführung von Bundesrecht im Saarland vom 30. Juni 1959 (BGBl. I S. 313) ― Anlage ― findet in Berlin Anwendung.

Artikel II

Der Wortlaut der Rechtsverordnungen, die auf Grund des in Artikel I genannten Gesetzes erlassen werden, wird im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin, der Wortlaut von Verwaltungsvorschriften im Amtsblatt für Berlin von dem zuständigen Mitglied des Senats veröffentlicht.

Artikel III

Dieses Gesetz und § 36 der Anlage treten mit Wirkung vom 2. Juli 1959 in Kraft; die übrigen Vorschriften der Anlage treten mit Wirkung vom 6. Juli 1959 in Kraft.

Das vorstehende Gesetz wird hiermit verkündet.

Der Regierende Bürgermeister
Brandt

Gesetz
zur Einführung von Bundesrecht im Saarland.

Vom 30. Juni 1959.

(BGBl. I, Nr. 24 vom 2. Juli 1959, S. 313)

Aufgehoben zum 1. Januar 2002 durch:

Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:

Grundsatz

§ 1

(1) Mit dem Ende der Übergangszeit nach Artikel 3 des Saarvertrages vom 27. Oktober 1956 (Bundesgesetzbl. II S. 1587) tritt, soweit nicht etwas anderes bestimmt wird, im Saarland das im gesamten übrigen Bundesgebiet geltende Bundesrecht in Kraft.

(3) Entgegenstehendes Recht tritt außer Kraft.

Überleitungsbestimmungen

§ 26

Das Gesetz über die Deutsche Bundesbank vom 26. Juli 1957 (Bundesgesetzbl. I S. 745) wird wie folgt geändert:

In § 8 Abs. 1 Satz 2 werden nach den Worten „in Rheinland-Pfalz" die Worte „im Saarland" eingefügt.

§ 27

Mit dem Ende der Übergangszeit erlöschen die währungspolitischen Befugnisse der Saarländischen Rediskontbank. Artikel 8 Abs. 7 des Saarvertrages vom 27. Oktober 1956 (Bundesgesetzbl. II S. 1587) bleibt unberührt.

Berlin-Klausel

§ 40

Dieses Gesetz gilt nach Maßgabe des § 13 Abs. 1 des Dritten Überleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundesgesetzbl. I S. 1) auch im Land Berlin. Rechtsverordnungen, die auf Grund dieses Gesetzes erlassen werden, gelten im Land Berlin nach § 14 des Dritten Überleitungsgesetzes.

Inkrafttreten

§ 41

Dieses Gesetz tritt unbeschadet der in Satz 2 getroffenen Regelung mit dem Ende der Übergangszeit nach Artikel 3 des Saarvertrages vom 27. Oktober 1956 (Bundesgesetzbl. II S. 1587) in Kraft. (…)


Das vorstehende Gesetz wird hiermit verkündet.

Bonn, den 30. Juni 1959.

Der Bundespräsident
Theodor Heuss

Der Bundeskanzler
Adenauer

Für den Bundesminister des Innern
Der Bundesminister der Justiz
Schäffer