(ABl. Saar, Nr. 60 vom 20. November 1947, S. 690)
Der GOUVERNEUR de la SARRE
Auf Grund des Gesetzes Nr. 47-2158, vom 15. November 1947 über die Einführung des französischen Franken im Saarland,
Auf Grund des Erlasses Nr. 47-2170, vom 15. November 1947 über den Währungswechsel im Saarland,
VERFÜGT:
Artikel 1. Die Gewerbebetriebe und, im allgemeinen, alle natürlichen und juristischen Personen, die an eine Buchführung gehalten sind, schließen ihre Bücher am Tage vor der Einführung des Franc im Saarland um 24 Uhr ab. Sie stellen am selben Tage eine Abschlußbilanz auf, die im einzelnen die Lage ihrer Aktiva und Passiva aufführt.
Artikel 2. Vom Tage der Einführung des Franc im Saarland ab werden die in Mark aufgestellte Bilanzen in Francs umgerechnet, indem jeder Aktiv- und Passivposten zum Kurs von 20 Francs gegen eine Mark multipliziert wird.
Artikel 3. Die Bestimmungen über die Wertberichtigung der verschiedenen Aktivposten werden durch eine spätere Verfügung festgelegt.
Artikel 4. Die Geschäfte, die nach Abschluß der Bilanzen und während der Übergangszeit in welcher die Mark ihre Zahlungskraft behält im Mark getätigt werden, sind in der Buchführung in Francs einzutragen zum Kurse von 20 Francs gegen eine Mark.
Artikel 5. Diese Verfügung wird im Amtsblatt der Verwaltungskommission des Saarlandes veröffentlicht.
SAARBRÜCKEN, den 18. November 1947
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Auf Grund der Verfügung Nr. 47-43 (ABl. Saar S. 676) wurden die in dieser Ausgabe des Amtsblatts veröffentlichten Texte am gleichen Tage der Veröffentlichung rechtskräftig.